Der „Holocaust by bullets“ ist – mit Ausnahme von Babyn Jar – nicht Teil des weltweiten Holocaust-Gedenkens. Die Reichweite der russischsprachigen und ukrainischen Literatur über den Holocaust in der Sowjetunion war und ist begrenzt. Bekannte Fakten werden immer wieder neu entdeckt. Der Vortrag erläutert die Gründe für die eingeschränkte Zirkulation von Holocaustliteratur im sowjetischen und postsowjetischen Kontext und fragt nach den Auswirkungen auf die Erinnerungskultur.
Anja Tippner ist Professorin für Slavistische Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Slavistik in Frankfurt am Main, Hamburg und Leningrad. Nach ihrer Promotion arbeitete sie als Lektorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Karls-Universität Prag, der Universität Kiel und war Professorin an der Universität Salzburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Formen und Strategien autobiographischen und dokumentarischen Schreibens, Repräsentationen der Shoah und post-katastrophische Narrative in komparatistischer Perspektive, Jüdische Literatur in Ostmitteleuropa und Übersetzungskulturen.
Moderation: Professor Dr. Andreas Ohme
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Zugang zum virtuellen Hörsaal des Kollegs
Organisatorische Hinweise
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg versucht, diese Veranstaltung auch live als Zoom-Meeting bereitzustellen, in dem sich Zuschauende über den Chat schriftlich beteiligen können.
- Wir freuen uns, wenn Sie bei der Einwahl in Zoom Ihren Klarnamen angeben. Selbstverständlich können Sie an der Veranstaltung auch unter einem Pseudonym teilnehmen.
- Eine Liste aller Teilnehmenden ist für alle Beteiligten während der gesamten Veranstaltung einsehbar.
- Während des Vortrages sind die Mikrofone der Zuschauenden alle automatisch stumm geschaltet, um keine störenden Hintergrundgeräusche zu erzeugen. Die Kamera der Zuschauenden kann gern von Ihnen während des Vortrages angeschaltet werden.
- Während der gesamten Veranstaltung können Wortmeldungen bzw. Fragen schriftlich im Chat gestellt werden.
Aufzeichnung
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der/die Vortragende, dessen/deren Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Chatbeiträge werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am Bildrand informiert die Teilnehmenden. Sobald alle Beteiligten an der Aufzeichnung der Nutzung zugestimmt haben und alle Nutzungsrechte vorliegen, wird die Aufzeichnung auch in der Mediathek zu finden sein.